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beim Lions Club Ettlingen

Hingerissen vom Salonorchester

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Hingerissen vom Salonorchester

Benefizkonzert des Lions Clubs Ettlingen begeistert das Publikum

5 000 Euro fürs Hospiz Arista

Sieben gesetzte Herren, eine reizende Dame, ein Oktett also - und ein tobendes Publikum, das stehend applaudiert - dies kann eigentlich nur das Salon-Orchester Baden-Baden in Aktion sein, das, wie jetzt wieder in der Ettlinger Schlossgartenhalle begeisterte. Der Auftritt dieses Ensembles und zuvor des Extrachors am Badischen Staatstheater hatte indes einen so ernsten wie erfreulichen Anlass: Zum achten Mal veranstaltete der Lions Club Ettlingen ein Benefizkonzert, um mit dessen Erlös soziale Projekte in Ettlingen zu fördern. Und wenn die Ettlinger Löwen helfen, dann gibt es ein Stück - so wie jetzt eine Zuwendung von 5 000 Euro an das Ettlinger Hospiz Arista, dessen pflegerisches und sterbebegleitendes Ideal weniger dem Verdikt der Genesis folgt „Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück“, sondern sich im lateinischen Wortsinne von Arista, der vollen Ähre des Korns versteht: „Gesät und gepflanzt“, damit der Mensch am Ende seines Lebens „aufgehen und wachsen soll in einem neuen unvergänglichen Leben und Wesen“. Nicht selten wünschen sich Menschen im Hospiz Arista Musik während ihrer letzten Stunden und Minuten, und keineswegs nur besinnliche Klänge oder gar Trauermusik, viel eher schon Musik, wie sie der Extrachor am Badischen Staatstheater oder das Salonorchester Baden-Baden kredenzen.

Der von Marius Zachmann stellvertretend geleitete Chor nahm sich Schuberts „Forelle“ vor, besser gesagt sieben launige Variationen über den Fisch von Franz Schöggl, mit klanglichen Assoziationen etwa an Mozart („Eine kleine Nachtforelle“), Beethoven („Zur Ehre der Forelle“), Weber („Der Freifisch“) oder Wagner („Fischerchor“). Auch die sieben Herren des Salonorchesters, die ihre Dame, die englische Geigerin Lucy Jeal, umschmeicheln, nehmen sich selbst nicht allzu ernst. Was sie aber, wie ent-sprechend das Chorensemble zuvor, sehr ernst nehmen, das ist die Souveränität des gemeinsamen Musizierens, die Präzision des Zusammenspiels, den ausgewogenen Klang, den die, oft eigenen, Arrangements verströmen. Dieses Ensemble verbindet Eleganz mit Sentiment - geschmackvolle leichte Muse, von liebenswürdigen Virtuosen „serviert“. Und die bringen unter der Leitung ihres „Stehgeigers“ Harald Paul und der launigen Conference ihres Klarinettisten, Saxophonisten und Arrangeurs Anton Hollich einen Leckerbissen nach dem anderen „auf den Tisch“: Josef Rixners „Bagatelle“ etwa, beileibe keine musikalische Kleinigkeit, oder Enrico Tosellis berühmte „Serenata“. Temperament haben diese Musiker mehr, als man ihnen vielleicht auf den ersten Blick zutraut: Ernö Kaisz’s „Pusztabilder“, oder einen „Serbischen Reigentanz“, Grigora? Dinicus rasanter „Hora staccato“, von Hollich bravourös auf der Klarinette angeführt, oder Dinicus „Hora di mars“, von Paul auf der Violine ebenso halsbrecherisch beantwortet, wird man noch elanvoller und genau abgestimmter wohl nirgends zu hören bekommen. Und Sinn für lyrische Klangschönheiten beweist dieses Ensemble allemal, etwa mit Mancinis „Moon River“, mit dem Sinatra-Klassiker „My Way“ oder mit dem abschließenden „Sag’ beim Abschied leise Servus“ - nicht der einzige Gruß aus Wien dieses gelungenen Benefizkonzerts.

Claus-Dieter Hanauer

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Benefizabend mit Spaß

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Salonorchester Baden-Baden gestaltet Lions-Konzert

Eine Dame in Rot, umringt von sieben Herren in Schwarz – fertig ist das Salonorchester Baden-Baden. Und dieses von dem Geiger Harald Paul souverän geleitete Oktett straft der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vorherrschenden negativen Besetzung der Vorsilbe „Salon“ Lügen: Mit mehr Charme, Humor, Musizierfreudigkeit und Bravour wird man in einer solchen Formation kaum auftreten können, und man wird wohl bis zum nächsten Auftritt dieses Ensembles warten müssen, um Gleiches wieder zu erleben. Das jüngste Konzert in der Ettlinger Schlossgartenhalle war ein Benefiz des Lions-Hilfswerks Ettlingen in der Reihe „Auf musikalischen Flügeln“. Gemäß dem „Lions“-Motto der „We serve“ wird schnell und unbürokratisch dort geholfen, wo es nötig ist. Das vielgestaltige soziale Engagement der „Lions“ in Ettlingen ist zu einem wichtigen und unverzichtbaren Teil der sozialen Stadtwirtschaft gediehen. So erhielt dieses Mal der Hospiz-Fördervereinsvorsitzende Dieter Daub zu Anfang des Konzerts einen Scheck über 5000 Euro. Der Betrag wird zur Anschaffung eines speziellen Pflegebettes genommen.

Wer hilft, dem wird oft unerwarteter Dank zuteil. So eröffnete der Klarinettist des Ensembles, der aus Rumänien stammende Anton Hollich, die Darbietungen mit einer sehr persönlichen Reminiszenz: Als Kind konnte ihm, auch mit der Unterstützung eines Lions-Clubs, eine Augenoperation ermöglicht werden – und das zahlte er jetzt, im Verein mit seinem Ensemble, in musikantischer Währung zurück, etwa mit dem virtuosen „Hummelflug“ Rimski-Korsakows oder mit dem Saxofon genauso stimmungsvoll und äußerst sensibel „My Way“ (François/Revaux/Anka). Ganz gleich, was für ein Stück diese Musiker auf ihr Notenpult stellen, ob aus Oper („Barcarole“ aus Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“), Operette (Potpourri aus Johann Strauß’ (Sohn) „Fledermaus“, „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Léhars „Giuditta“, „Tanzen möcht’ ich“ aus Kálmáns „Csárdásfürstin) oder Film (Peter Kreuders Evergreen „Sag’ beim Abschied leise Servus“ aus dem Film „Burgtheater“) – bei diesen Alchimisten wird alles zu Gold! Und wenn Südosteuropäisches zur Aufführung kommt, etwa Grigoras Dinicus „Hora staccato“ oder dessen rumänischer Frühlingsreigen „Hora di mars“, dann fliegen einem die wohlgesetzten Noten nur so um die Ohren. Ein Benefizabend mit Spaß, Freude und Geschmack, Standing Ovations und einem Abschiedsgruß von Friedrich Fleischmann – lange Zeit Mozart zugeschrieben: „Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein“. Doch nach Schlaf war nach dieser Salonmusik der Meister wohl niemandem zumute!

Claus-Dieter Hanauer

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